Antrag bei Verdienstausfall wegen Betreuungserfordernis

Bitte beachten Sie: Betrüger mit gefälschten Webseiten
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Wie läuft die Antragstellung ab?

Arbeitgeber, Selbstständige und Arbeitnehmer können über diese Webseite eine Verdienstausfallentschädigung beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die Ihnen oder Ihren Arbeitnehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Schließung von Schulen, Betreuungseinrichtungen für Kinder oder einer für das Kind behördlich angeordneten Quarantäne bzw. für Menschen mit einer Behinderung entstanden sind.

Wie läuft die Antragstellung ab?

  • Arbeitnehmer*innen erhalten die Entschädigung von ihren Arbeitgebern in den ersten 6 Wochen als Lohnfortzahlung ausbezahlt.
  • Arbeitgeber können sich die Entschädigung anschließend über den Arbeitgeberantrag erstatten lassen. Sie können Anträge für mehrere Arbeitnehmer*innen gemeinsam stellen.
  • Arbeitnehmer können ab der 7. Woche über den Arbeitnehmerantrag einen Entschädigungsantrag stellen
  • Selbstständige können den Antrag über den gesamten Bezugszeitraum selbst stellen.

Anträge nach § 56 Abs. 1a (bei Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen) müssen innerhalb von 24 Monaten nach Ende der Schließung bzw. Untersagung des Betretens der Einrichtung gestellt werden. Für die Wahrung der Antragsfrist kommt es darauf an, dass der Antrag bei der zuständigen Behörde auf Landesebene eingegangen ist.

Bitte beachten Sie: Anträge können nur rückwirkend gestellt werden.

Wer stellt den Antrag auf Entschädigung?

Wie Sie die Entschädigung erhalten, hängt von der Art Ihrer Beschäftigung ab:

Entschädigungen bei einem Betreuungserfordernis

Arbeitnehmer*in

Sie erhalten die Entschädigung als Lohnfortzahlung für Zeiträume.

  • Bis 29.03.2021: für sechs Wochen direkt von Ihrem Arbeitgeber ausbezahlt. Falls Ihr Arbeitgeber Ihnen den Verdienstausfall darüber hinaus nicht weiter erstattet, müssen Sie ab der siebten Woche selbst einen Entschädigungsantrag bei der zuständigen Behörde stellen
  • Ab 29.03.2021: für die gesamte Dauer direkt von Ihrem Arbeitgeber ausbezahlt.

Informationen zur Antragstellung und die Online-Anträge finden Sie hier.

Arbeitgeber*in

Sie können sich ihre Aufwendungen von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Für Zeiträume

  • Bis 29.03.2021: Sie können – entsprechend der Vorleistungspflicht – für 6 Wochen eine Entschädigung erhalten. Falls Sie auch nach diesem Zeitraum Ihren Arbeitnehmer*innen den Verdienstausfall erstatten, können Sie auch hierfür eine Erstattung beantragen.
  • Ab 29.03.2021: Sie können eine Entschädigung für den gesamten Zeitraum erhalten.

Informationen zur Antragstellung und die Online-Anträge finden Sie hier.

Selbstständig

Sie können die Entschädigung direkt bei der zuständigen Behörde beantragen. Informationen zur Antragsstellung und die Online-Anträge finden Sie hier.

Für welche Bundesländer kann der Antrag hier gestellt werden?

Folgende Bundesländer bieten aktuell über diese Webseite eine Antragstellung an:

Teilnehmende Bundesländer

  • Baden-Württemberg
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Sie können über diese Internetseite einen Online-Antrag stellen, wenn sich der Ort der Betriebsstätte/des Unternehmens in einem der teilnehmenden Bundesländer befindet. Falls nicht, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Behörde.

Welche Behörde ist für meinen Antrag zuständig?

Prüfen Sie hier, ob Ihre zuständige Behörde am Online-Angebot teilnimmt und Sie den Antrag digital stellen können.

Hinweis zur Eingabe der richtigen Postleitzahl:
Für Ihre Entschädigung ist das Bundesland zuständig, in dem die geschlossene Schule oder Betreuungseinrichtung des Kindes bzw. Behörde, die die Absonderung des Kindes angeordnet hat, liegt. Gibt es innerhalb des Bundeslandes mehrere zuständige Stellen (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg), ist der Ort der Betriebsstätte/des Unternehmenssitzes maßgeblich.

Sollte sich die geschlossene Betreuungseinrichtung bzw. Behörde, die die Absonderung des Kindes angeordnet hat, in einem anderen Bundesland befinden, als die Betriebsstätte/der Unternehmenssitz, gehen die Anträge an die für den Ort der geschlossenen Betreuungseinrichtung zuständige Stelle.

Wie stelle ich den Online-Antrag?

Sie können Ihren Antrag in wenigen einfachen Schritten stellen:

  1. Bitte halten Sie folgende Nachweise in elektronischer Form (PDF-Datei oder Bilddatei) bereit:

    • Selbstständige: Einkommensnachweis (Steuerbescheid) des vergangenen Jahres sowie falls verfügbar Nachweis über Einkommensausfall im Zeitraum der Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen für Kinder (z.B. Kita) bzw. für Menschen mit einer Behinderung

    • Arbeitgeber: Lohnnachweise der 2 Monate vor Verdienstausfall je Arbeitnehmer*in und für die Monate, für die die Erstattung geltend gemacht wird

    • Arbeitnehmer*innen: Lohnnachweise der 2 Monate vor Verdienstausfall und für die Monate, für die die Entschädigung geltend gemacht wird

    • Falls Ihre zuständige Behörde in Rheinland-Pfalz, Bremen oder Thüringen liegt, die ausgefüllte und unterzeichnete Bescheinigung über die behördlich angeordnete Schließung der Schule oder Betreuungseinrichtung. Für alle anderen Länder ist dieser Nachweis optional. Eine Vorlage können Sie hier herunterladen.

    • Falls verfügbar: Nachweis über die behördlich angeordnete Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen, Nachweise über die besondere Betreuungsbedürftigkeit des Kindes, bspw. ein Behindertenausweis
    • Falls Sie diesen Antrag im Auftrag eines Unternehmens oder eines Selbstständigen stellen (z.B. als Steuerberater): Vollmacht

    Falls erforderlich, werden weitere Nachweise im Rahmen der Bearbeitung durch die zuständigen Stellen angefordert.

  2. Wählen Sie den passenden Online-Antrag (entweder "Zum Online-Antrag für Arbeitgeber", "Zum Online-Antrag für Arbeitnehmer" oder "Zum Online-Antrag für Selbstständige") aus und stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu, um den Antrag zu starten. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 10 bis 20 Minuten.

    Direkt zum Online-Antrag bei einem Betreuungserfordernis
  3. Füllen Sie den Online-Antrag mit allen benötigten Daten aus aus und laden Sie erforderliche Nachweise in elektronischer Form (PDF-Datei oder Bilddatei) hoch. Pflichtfelder sind mit * markiert.

  4. Falls Sie einen Antrag für mehrere Arbeitnehmer*innen stellen möchten, treffen Sie die entsprechende Auswahl "Absenden und weiteren Arbeitnehmer erfassen" am Antragsende. Informationen zu Ihrem Unternehmen werden automatisch in den nächsten Antrag übernommen. Sie können beliebig viele Anträge für Ihre Arbeitnehmer*innen stellen.

  5. Schließen Sie den Antragsprozess ab, indem Sie auf "Absenden" klicken. Bitte speichern Sie das am Ende der Antragstellung erzeugte Dokument und halten Sie es für eventuelle Rückfragen bereit.

  6. Sobald der Antrag eingegangen ist, übersendet Ihnen die zuständige Behörde eine Eingangsbestätigung, prüft Ihren Antrag und meldet sich bei Ihnen, falls Angaben oder Nachweise fehlen. Bitte beachten Sie: Vollständige Anträge können schneller bearbeitet werden. Sobald die Behörde Ihren Anspruch beurteilt hat, erhalten Sie einen Bescheid per Post. Sollten Sie Anspruch auf eine Entschädigung haben, erhalten Sie die Zahlung auf Ihr angegebenes Bankkonto.

Zum Online-Antrag und Information zur Datenverarbeitung der Betroffenen

Mit dem Online-Antrag können Sie schnell und sicher Ihre Leistungen beantragen.

Wie wird der Antrag gestellt, wenn die Behörde keinen Online-Antrag anbietet?

Falls die für Sie zuständige Behörde bisher nicht über IfSG-Online angeschlossen ist, wenden Sie sich bitte direkt an die Behörde.

Haben Sie weitere Fragen?

Bitte wenden Sie sich an Ihre zuständige Behörde. Die Kontaktdaten finden Sie hier:
Fragen zur Entschädigung bei einem Betreuungserfordernis
Fragen zur Entschädigung bei Quarantäne und Tätigkeitsverbot